Vergleichswertverfahren – die genaueste Methode zur Immobilienbewertung.

Das Vergleichswertverfahren ist die am häufigsten eingesetzte Methode zur Wertermittlung von Wohnimmobilien. Es ermittelt den Wert einer Immobilie auf Basis tatsächlich erzielter Kaufpreise vergleichbarer Objekte.

Wie das Vergleichswertverfahren funktioniert:

  1. Es werden Vergleichsobjekte gesucht: Immobilien, die in Lage, Größe, Baujahr und Ausstattung möglichst ähnlich sind.
  2. Die tatsächlich erzielten Kaufpreise dieser Objekte werden ausgewertet – nicht die Angebotspreise auf Portalen, sondern die beurkundeten Preise.
  3. Unterschiede zwischen dem Bewertungsobjekt und den Vergleichsobjekten werden durch Zu- und Abschläge ausgeglichen.
  4. Der resultierende Wert ist der Vergleichswert – ein Näherungswert für den Marktpreis.

Wann wird das Vergleichswertverfahren eingesetzt? Vorrangig bei Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern in Lagen mit ausreichend Transaktionsdaten. Je mehr vergleichbare Verkäufe es gibt, desto präziser das Ergebnis.

Vorteil: Marktnahe Bewertung auf Basis echter Preise. Nachteil: Setzt ausreichend Vergleichsdaten voraus – in dünn besiedelten Lagen oder bei besonderen Objekten fehlen diese oft.

Wo kommen die Vergleichsdaten her? Aus den Kaufpreissammlungen der Gutachterausschüsse. Diese werten alle notariell beurkundeten Kaufverträge aus. Makler mit Datenbankzugang – wie ich – können auf diese Daten zugreifen.

Rechtsgrundlage: § 15–16 ImmoWertV (Immobilienwertermittlungsverordnung)

Immobilienbewertung Bremen · Lexikon: Sachwertverfahren

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