Bevor wir über Vermarktung, Besichtigungen oder Notartermine reden, müssen wir über einen Punkt reden, der fast immer für Überraschungen sorgt: den realistischen Marktwert deines Hauses.
Viele Eigentümer kommen zu mir mit einer Zahl im Kopf. Die stammt vom Nachbarn, von einem Online-Rechner oder vom letzten Boomjahr 2021. Das Problem: Keine dieser Quellen berücksichtigt, was den Wert deines Hauses in Bremen heute wirklich ausmacht.
Was den Preis deines Hauses in Bremen tatsächlich bestimmt:
Die Lage – und zwar die konkrete, nicht die gefühlte. Ein Haus in Schwachhausen ist kein Haus in Huchting. Selbst innerhalb eines Stadtteils können 500 Meter Unterschied mehrere zehntausend Euro ausmachen. Ich kenne die Bremer Lagekarte nicht aus dem Lehrbuch, sondern aus fast drei Jahrzehnten Verkaufspraxis.
Der Grundstückswert – oft der verborgene Schatz. Wusstest du, dass es sich manchmal eher lohnt, das Grundstück zu verkaufen, auf dem dein Haus steht, als das Haus selbst? Besonders bei älteren Gebäuden in gefragten Lagen kann das Grundstück mehr wert sein als die Immobilie darauf. Das checke ich bei jeder Bewertung mit durch. → Mehr zum Thema Grundstückspotenzial
Baujahr, Zustand und Sanierungsstand. Ein Haus aus den Fünfzigern mit alten Fenstern, veralteter Heizung und ungekennzeichneten Leitungen ist nicht dasselbe wie ein saniertes Haus aus derselben Epoche. Ich sage dir ehrlich, was sich lohnt aufzuwerten – und was Geld verbrennt.
Energetischer Zustand und Sanierungspflichten. Seit dem GEG sind energetische Anforderungen beim Verkauf ein echtes Thema. Käufer rechnen mit, welche Sanierungskosten auf sie zukommen. Ich auch – damit dein Preis nicht an falscher Stelle leidet. → Ratgeber: Sanierungspflicht beim Verkauf
Rechtliche Altlasten – Schwarzbauten, Baulast, Wegerecht. Ein Anbau ohne Genehmigung, eine eingetragene Grunddienstbarkeit, ein ungeklärtes Wegerecht – das sind keine Kleinigkeiten. Die Folgen können katastrophal sein, nicht nur für den Käufer, sondern für dich als Verkäufer. Das heißt: Wir sprechen in Extremfällen nicht nur von Geldstrafen, sondern von echten rechtlichen Konsequenzen. Ich prüfe das vorab. → Ratgeber: Schwarzbau & rechtliche Risiken
Ich gehe jeden Hausverkauf in Bremen in fünf Schritten an. Nicht weil das eine Checkliste aus dem Lehrbuch ist, sondern weil diese Reihenfolge Fehler verhindert – und Geld spart.
Wir schauen uns dein Haus gemeinsam an. Ich ermittle den Marktwert auf Basis aktueller Vergleichsdaten aus Bremen – nicht geschönt, nicht nach unten gedrückt. Du bekommst eine ehrliche Zahl, mit der du arbeiten kannst.
Kostet dich nichts. Verpflichtet dich zu nichts.
Grundbuchauszug, Bebauungsplan, Bauakte, Energieausweis, Wohnflächenberechnung, Grundrisse – ich besorge alles, was ein Käufer braucht und was der Notar später sehen will. Du gibst mir, was du hast. Den Rest organisiere ich.
Das ist kein Bonus. Das ist Teil meines Jobs.
Professionelle Fotografie, 360-Grad-Rundgang, ein Exposé, das Käufer wirklich anspricht – nicht eines, das nach Copy-Paste-Vorlage riecht. Dein Haus wird auf allen relevanten Portalen vermarktet: Immobilienscout24, Immowelt, Social Media, mein persönliches Käufernetzwerk in Bremen.
Wer dein Haus sehen soll, sieht es. Wer nicht ernsthaft ist, kommt gar nicht erst zur Besichtigung.
Ich qualifiziere Interessenten vorab. Wer dein Haus betritt, ist ernsthaft. Die Preisverhandlungen führe ich – du musst nicht dabei sitzen und dich fragen, ob du gerade zu viel nachgibst. Ich kenne die Grenze zwischen einem guten Deal und einem, bei dem die Kohle einfach weg ist.
Ich prüfe den Kaufvertragsentwurf, begleite dich zum Notartermin und bin bei der Schlüsselübergabe dabei. Keine offenen Fragen, kein „Das hätte ich vorher wissen müssen."
Ich verstehe den Gedanken. Die Provision sparen, alles selbst in die Hand nehmen, direkter Kontakt mit dem Käufer. Das klingt nach einer vernünftigen Idee – bis es losgeht.
Was Eigentümer beim Privatverkauf in Bremen regelmäßig unterschätzen:
Der Besichtigungstourismus. Leute, die „mal schauen" wollen. Anfragen mit „Was letzte Preis?" Termine, die kurzfristig abgesagt werden. Fremde, die durch deine Bude schlendern und keine ernsthafte Kaufabsicht haben. Das kostet Zeit, Nerven – und manchmal die Bereitschaft, den Verkauf überhaupt noch durchzuziehen.
Der falsche Einstiegspreis. Wer zu hoch einsteigt, verbrennt Zeit und signalisiert dem Markt, dass die Immobilie „klebt". Wer zu niedrig einsteigt, verschenkt Geld. Beides passiert beim Privatverkauf häufiger als gedacht – weil die Datenbasis fehlt.
Die rechtlichen Fallen. Mängel, die nicht angegeben wurden. Ein Anbau ohne Genehmigung, der dem Käufer nicht offenbart wurde. Unklare Formulierungen im Kaufvertrag. Das können teure Nachspiele haben – für dich, nicht für den Käufer.
Was die Provision wirklich kauft: Kein Aufwand mit Besichtigungen. Kein Papierkram. Keine Preisverhandlung auf Augenhöhe mit einem Käufer, der das zum Beruf macht. Und jemanden, der den Bremer Markt kennt und weiß, was er tut. → Ratgeber: Ohne Makler verkaufen – was kostet das wirklich?
Bremen ist kein homogener Markt. Was in Schwachhausen problemlos läuft, braucht in anderen Lagen eine andere Strategie. Ich kenne die Unterschiede und vermarkte entsprechend. → Stadtteile: Schwachhausen · Oberneuland · Findorff · Viertel · Bremen-Nord
Viele Häuser in Bremen stammen aus den Fünfzigern, Sechzigern oder Siebzigern. Die Fenster sind alt, die Bäder sind alt, die Leitungen – und so weiter und so fort. Das muss kein Problem sein, solange man weiß, wie man damit umgeht. Ich weiß das.
Besonderes Augenmerk gilt bei älteren Objekten: Asbest in Böden, Fassaden oder Dächern. Das ist in Bremer Bestandsimmobilien keine Seltenheit – und beim Verkauf rechtlich relevant. → Ratgeber: Asbest im Haus
Du willst ein vermietetes Haus in Bremen verkaufen? Das ist möglich – aber es gibt Spielregeln: Kündigungsfristen, Sperrfristen, Eigenbedarfskündigung, Mieterschutz. Ich kenne die Grenzen und sage dir, was geht und was nicht. → Ratgeber: Eigenbedarfskündigung
Erbengemeinschaften sind eine eigene Kategorie. Wenn mehrere Personen Ansprüche auf eine Immobilie haben, wird die Entscheidungsfindung schwierig – und der Zeitdruck oft groß. Ich begleite solche Situationen regelmäßig und weiß, wie man sie strukturiert löst. → Erbengemeinschaft Immobilie verkaufen
Was kostet es, ein Haus in Bremen zu verkaufen? Als Verkäufer zahlst du in Bremen die Hälfte der Maklerprovision – maximal 3,57 % des Kaufpreises (inkl. MwSt.). Dazu kommen Notarkosten, die in der Regel der Käufer trägt, und ggf. die Kosten für den Energieausweis. Was du nicht zahlst: die Immobilienbewertung, die Unterlagenbeschaffung und das Marketing – das ist bei MBWohnen Teil des Pakets. → Maklerprovision Bremen 2026
Wie lange dauert ein Hausverkauf in Bremen? Realistisch: 3 bis 5 Monate von der Bewertung bis zum Notartermin. In sehr gefragten Lagen wie Schwachhausen geht es manchmal schneller. In ruhigeren Lagen plane ich etwas mehr Zeit ein – und sage dir das vorher.
Muss ich vor dem Verkauf renovieren? Kommt drauf an. In einer guten Lage mit hoher Nachfrage lohnt sich eine aufwendige Renovierung selten – du bekommst das Geld nicht zurück. In anderen Situationen kann eine gezielte Aufwertung den Preis deutlich verbessern. Ich sage dir, was sich rechnet und was nicht. → Ratgeber: Home Staging – lohnt es sich?
Brauche ich einen Energieausweis? Ja, der Energieausweis ist beim Hausverkauf gesetzlich Pflicht – und muss bereits bei der Besichtigung vorliegen. Ich besorge ihn für dich. → Lexikon: Energieausweis
Was ist der Bodenrichtwert und wie beeinflusst er den Verkaufspreis? Der Bodenrichtwert ist der durchschnittliche Lagewert eines Quadratmeters Boden in einer bestimmten Zone – festgelegt vom Gutachterausschuss Bremen. Er ist ein wichtiger Anhaltspunkt, aber nicht der alleinige Maßstab. → Lexikon: Bodenrichtwert
Muss ich Spekulationssteuer zahlen? Das hängt davon ab, wie lange du das Haus besessen hast und ob du selbst darin gewohnt hast. Die 10-Jahres-Haltefrist und die Eigennutzungsregel sind hier die entscheidenden Faktoren. → Lexikon: Spekulationssteuer Immobilien